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Diakone: Propheten einer neuen Zeit?

Bonifatiushaus Fulda
Datum:
Veröffentlicht: 11.1.24

Zur prophetischen Dimension des Diakonats

Vom 16.-18.Januar tagt die Arbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat im Bistum Fulda und beschäftigt sich mit der prophetischen Dimension des Ständigen Diakonats. Als Referenten zum Studientag sind Prof. Dr. Thomas Hieke, Professor für Altes Testament der kath. Fakultät der Universität Mainz und Dr. Joachim Kittel, Spiritual für den Ständigen Diakonat im Institut für pastorale Bildung in Freiburg geladen.

In der "Arbeitsumschreibung" eines Diakons kursieren schon seit längerer Zeit die Funktionsbeschreibungen "Grenzgänger" und "Brückenbauer". Beauftragt mit dem Dienst zur tätigen Nächstenliebe ist er beauftragt und gesandt,die Trauer und Ängste der Menschen in der Welt von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, wahrzunehmen und an der Seite dieser Menschen zu sein. In dieser Funktion ist er aber auch ein Rufer und Mahner in der gelegentlich barmherzigkeitsarmen Wüste und sollte als "Grenzgänger" eben auch mit Überzeugung für die christliche Botschaft der Nächstenliebe für eine solidarische, humane und dem Menschen zugewandte Kultur und Gesellschaft stehen. Diese prophetische Dimension des Diakons wird immer wichtiger in einer Zeit, in der die Positionierung des christlichen Glaubens in unserer Gesellschaft neu bedacht werden muss und die Kirche durch authentisches Zeugnis und noch mehr Verbindung von tätiger Caritas mit geschwisterlicher Glaubensgemeinschaft Profil gewinnen kann. Wie dieser prophetische Dienst konkret aussehen kann, darum soll es bei der anstehenden Tagung gehen.