Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger behandelte in seiner Predigt während der Tagung der AG Ständiger Diakonat in Rastatt das zentrale Thema der Berufung und des Dienstes im christlichen Glauben. Er betont die Notwendigkeit, Gottes Ruf zu erkennen, aktiv auf seinen Willen zu hören und einen Gehorsam zu praktizieren, der tief in der persönlichen Beziehung zu Gott verwurzelt ist und dem Nächsten dient.
Bei der Jahrestagung „Ständiger Diakonat“ sprach Prof. Ursula Nothelle-Wildfeuer über Diakone als „Friedensstifter und Störenfriede“. Angesichts multipler globaler und gesellschaftlicher Krisen betonte sie: Frieden ist kein Zustand, sondern ein Auftrag, der Konflikte nicht verdrängt, sondern verantwortungsvoll austrägt. Diakonisches Handeln werde dort glaubwürdig, wo es Menschenwürde, Gerechtigkeit und Teilhabe stärkt und zugleich den Mut habe, „falschen Frieden“ zu irritieren. Die Kirche dürfe sich aus gesellschaftlichen Fragen nicht zurückziehen, müsse jedoch Moralisierung vermeiden und dialogfähig bleiben. Nothelle-Wildfeuer nannte Ambiguitätstoleranz, Dialog, tragfähige Institutionen und spirituelle Verwurzelung als Voraussetzungen für Frieden im Streit. Der diakonische Dienst, so ihr Fazit, ist Friedensarbeit in kleinen Schritten – getragen von der Hoffnung auf den von Gott geschenkten, noch nicht vollendeten Schalom
Mit einem Festgottesdienst hat das Bistum Magdeburg am Samstag, dem 13. Dezember 2025, 50 Jahre Ständigen Diakonat gefeiert. In seiner Predigt würdigte Bischof Gerhard Feige in der Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg die Bedeutung dieses kirchlichen Amtes als unverzichtbaren Dienst an den Menschen. Unter dem Leitwort „Gottesdienst durch Nächstendienst“ hob Feige hervor, dass Diakone vor allem dort wirkten, „wo Menschen ihr konkretes Leben teilen“ – in sozialen Brennpunkten, in der Caritas, in der Gefängnis- und Notfallseelsorge oder an Bahnhöfen.