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Diakoninnen und Frauen innerhalb der Kirche

Datum:
Veröffentlicht: 18.7.23
Von:
Michael Schofer

Statement aus der Arbeitsgemeinschaft von Diakon Stefan Stürmer

Von Diakon Stefan Stürmer, Diakon, bischöflich Beauftragter im Bistum Trier für Personaleinsatz und Personalfürsorge und stellvertretender Vorsitzender des geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat in Deutschland gab es in der V.Synodalversammlung zum Thema "Frauendiakonat" folgendes Statement. (Auch abzurufen bei Youtube unter https://bit.ly/46GiSKP)

„Im Zuge der Amazonassynode wurden das Engagement von Frauen innerhalb der Kirche in Amazonien sehr deutlich.

Papst Franziskus hat sich in seinem Schreiben Querida Amazonia ausdrücklich für eine stärkere Einbindung der Dienste von Frauen ausgesprochen.

Obwohl die Kirche also den Einsatz von Frauen sehr schätzt und außerdem sehr auf ihre tatkräftige Unterstützung angewiesen ist, werden sie trotz jahrzehntelanger Bestrebungen nicht zum Diakonat, zugelassen.

Und dies obwohl theologische Studien ergeben haben, dass der weibliche Diakonat tatsächlich existiert hat, und: dass das Amt theoretisch immer noch weiterbesteht.

Insofern ist es nicht wirklich nachvollziehbar, weshalb die Kirche bis heute auf das Charisma und das Engagement vieler toller Frauen und Theologinnen verzichtet.

Als Mitglied im Vorstand der AG Ständiger Diakonat in Deutschland möchte ich deshalb festhalten, dass ich die Wiederherstellung des altkirchlichen Diakoninnenamtes und seiner zeitgemäßen Ausgestaltung grundsätzlich befürworte.

Es wäre ein wichtiger und unverzichtbarer Beitrag zur Erneuerung der Kirche.

Deshalb wäre es an der Zeit ein deutliches und sichtbares Zeichen zu setzen und mindestens ein Indult in Rom zu erbitten.

Vielleicht wird dadurch eine Diakoninnenweihe wenigstens regional darstellbar.

Es ist dringend an der Zeit.“

Diakon Stefan Stürmer