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Ergebnisse des Studientages zur KMU Studie "Trotz(t)dem - diakonales Handeln zwischen Wunsch und Wirklichkeit"

Studientag bei der Jahrestagung der AG Diakonat in Paderborn
Datum:
Veröffentlicht: 13.8.25
Von:
Michael Schofer

Studientag der AG Ständiger Diakonat im Januar 2025

Mit einem Studientag und Impulsreferaten von Dr. Tobias Kläden von der katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral in Erfurt (KAMP) beschäftigte sich die Arbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat mit der Frage des diakonischen Handelns zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Studientag bei der Jahrestagung der AG Diakonat in Paderborn

1. Prolog: „Der Stachel im Fleisch“

Ausgehend von dem Bild des „Stachels im Fleisch“ (2 Kor 12, 5-10) beschäftigte sich die Jahresversammlung Arbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat in Deutschland mit der Frage des „Diakonalen Handelns zwischen Wunsch und Wirklichkeit“.

Wozu das Bild des „Stachels im Fleisch“? Es richtet sich aus an der Frage, wo unsere eigenen Grenzen sind. Wo gibt es Situationen in Kirche und Welt, die für uns wie ein „Stachel im Fleisch“ sind, wo spüren wir unsere eigene Ohnmacht, so wie der Apostel Paulus es in seiner Verkündigung und in seinem Auftrag als „Völkerapostel“ immer wieder selbst gespürt hat? Wie weit geht unser Engagement in Kirche und Welt, wie ist es mit unserer Motivation und den Einsatz für das Evangelium Jesu Christi bestellt? Wo sind unsere Ressourcen, unsere Kraftquellen?

Für Paulus erweist sich das Gespür für die eigene körperliche Grenze als Kraftquelle, oder, wie er es auf seinen eigenen Glauben übertragen in 1 Kor 12,9 sagt, die Gnade Gottes „erweist ihre Kraft in der Schwachheit.“ So kann er sagen: „Wenn ich schwach bin, bin ich stark“.

Ein Trostwort, ein Mut-Wort, nicht nur für jede und jeden Einzelne(n), sondern für unser pastorales Handeln generell. Wir müssen nicht immer stark sein, unser Glaube darf auch Zweifel haben. Gott braucht keine perfekten, wohl aber leidenschaftliche Menschen.

In den Grundnormen der Ausbildung für die Ständigen Diakone steht, dass der Diakon sich „angestachelt“ fühlen muss, „die Lebenssituation der Menschen, zu denen er gesandt ist, immer besser zu verstehen; die geschichtlichen Umstände zu unterscheiden, in die hinein die Anrufe des Geistes ergehen und die passendsten Methoden und nützlichsten Formen zu finden, um heute sein Dienstamt ausüben zu können“.

 

2. Vorstellung der Studie

In Verbindung mit den Ergebnissen der 6. KMU-Studie, die von Dr. Tobias Kläden (Referent bei der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral in Erfurt) auf der Jahrestagung unter der Überschrift „Zwischen Erosion und Relevanz. Ergebnisse der sechsten Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung“ vorgetragen wurden, ergaben sich interessante Perspektiven für diakonales Handeln.

Zunächst zeichnet die Studie ein ambivalentes Bild: Zum einen ist das die Wahrnehmung einer deutlichen Entkirchlichung, aber auch einer Vergleichgültigung von Religion allgemein. Verschärfend kommen hier die verschiedenen Krisen der Kirche hinzu, die ernüchternd sind. Zum anderen gibt es aber auch erhebliche gesellschaftliche Erwartungen an die Kirchen, die eine hohe Reichweite in der Gesellschaft haben. Die Kirchen spielen nach wie vor eine wichtige zivilgesellschaftliche Rolle und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ebenso leisten sie in den Gemeinden vor Ort gute Arbeit – allerdings für einen immer kleiner werdenden Teil der Gesellschaft.

Nach dem ersten Teil des Vortrags folgten unterschiedliche Resonanzen und Reaktionen der ZuhörerInnen und des Referenten. Hier einige Beispiele:

- Die Studie wurde auch in der Deutschen Bischofskonferenz wahrgenommen, so erklärte ein anwesender Weihbischof. Die Arbeit zu den Konsequenzen aus der Studie geht in den Kommissionen weiter. Einen „Realitätsschock“ hat die Studie nicht ausgelöst, die Tendenzen waren bekannt. Es gibt aber dennoch Verdrängungstendenzen („schön reden“ kann man nicht mehr so leicht wie vor der Studie).

- Eine Frage war, ob aus der Studie einige Regionen identifizierbar seien. Mindestens zwei Bistümer seien immer zusammengefasst worden, damit die Zahlen aussagekräftig genug sind. Ostdeutschland wurde komplett zusammengefasst. Auf einzelne Bistümer können die Ergebnisse nicht zurückgeführt werden, aber besonders große Unterschiede gibt es nicht in der regionalen Auswertung.

- Auf die Frage nach einer „weltkirchlichen Therapie“ von Kirche wurde festgestellt, dass einerseits der Megatrend in den westlichen Industrienationen besteht, dass Kirche und Religion an Bedeutung verlieren, andererseits gibt es auch Regionen in der Welt, in denen die katholische Kirche Wachstumspotential hat. Theologische Feinheiten von Kirchlichkeit konnten in der Studie nicht abgebildet werden.

- Es wurde auch um die Frage diskutiert, ob es denn nicht eine neue Begrifflichkeit von „heilig“ in der Gesellschaft gebe und eine bewusste Entscheidung zu einer ganz bestimmten Form von Religiosität, die möglicherweise einen Anschlusspunkt bietet für diakonales Handeln, für neue Formen von Kirchlichkeit.

- Trotz allem erkennbaren Schwund von Kirchlichkeit hat die Studie auch etwas Entlastendes, denn den Menschen, die keine Religiosität wollen, fehlt es auch an nichts. Auf der Ebene der Gemeinde kann man sich nur schwer dem Megatrend widersetzen, allerdings könnte das zu einem Perspektivwechsel von Gemeindearbeit „anstacheln“.

 

3. Austausch im „Worldcafé“ – Ich würde ja gerne, aber …

In einem weiteren Schritt trafen sich die Teilnehmer:innen in insgesamt fünf Kleingruppen zu verschiedenen Impulsfragen und tauschten sich mit der Wechselmethode des „Worldcafé“ zu den Fragen aus. Hier die Ergebnisse zu den Fragen in Kurzform:

a) Ich würde gerne die Pastoral neu denken, aber das ist „von oben“ nicht gewünscht!

Diese Aussage trifft nicht zu! Es gibt viele Möglichkeiten, sich kreativ auszuprobieren. Die Frage ist, wer mit „von oben“ gemeint ist.

b) Ich würde die Pastoral gerne neu denken, aber die Gemeinde tut sich schwer damit!

Gibt es überhaupt die Gemeinde? Haben die Hauptamtlichen in den Gemeinden nicht auch einen prophetischen Dienst zu verrichten? Es geht darum, mit der Gemeinde neu zu denken. Die Begleitung von Gemeindeprozessen scheint immer wichtiger zu werden.

c) Ich würde gerne die Pastoral neu denken, aber wo soll ich die Zeit dafür hernehmen?

Es geht nicht um „alles oder nichts“, sondern es müssen „Lichtpunkte“ gesetzt werden. Dabei ist Partizipation, Evaluation und Selbstdisziplin wichtig, um sich nicht zu verlieren in Frust und Enttäuschung.

d) Ich würde gerne die Pastoral neu denken, aber wir haben kein Geld dafür!

Not macht erfinderisch und Geld ist zudem häufig eher ein Hemmschuh für Innovationen. Für gute Projekte finden sich in der Regel Geldgeber und es ist immer besser in Menschen zu investieren statt in Steine (Stichwort Immobilien)

e) Ich würde gerne die Pastoral neu denken, aber es geht sowieso alles den Bach runter!

Es gibt durchaus neue Aufbrüche. Aber ein realistischer Blick entlastet und bringt Einsichten. Es ist gut, wenn manchmal etwas „fortgeschwemmt“ wird. Letztlich bleibt die Spannung von Gottvertrauen und selbst anpacken.

 

4. Vertiefung: Perspektiven für Diakonales Handeln

Dr. Kläden fasste in einem zweiten Teil seines Vortrags mit der Überschrift „Perspektiven für diakonales Handeln“ für die Vertreterinnen und Vertreter der Diakonatsverantwortlichen in den deutschsprachigen (Erz-)Diözesen die Thesen in fünf Punkten zusammen:

a) Religion ist keine anthropologische Konstante

Religiosität kann demzufolge gesehen werden als kulturelles Phänomen und nicht als anthropologische Konstante. Es kann aus dem Leben des Einzelnen oder in einer Gesellschaft verschwinden, ein angeborenes Grundbedürfnis nach Religion, Glauben, Spiritualität oder Sinnsuche gibt es nicht.

b) Optimierung der Kirche als Organisation ist notwendig, aber nicht hinreichend

Die Optimierung der Kirche als Organisation ist zwar weiterhin notwendig, aber nicht hinreichend für die Relevanz des Evangeliums (auf der Ebene des Individuums). Die Annahme, dass der Mensch grundsätzlich religiös sei, führte zu Verbesserungen der religiösen Angebote. Im Zuge der fortschreitenden Säkularisierung gibt es aber tiefgreifendere Transformationsprozesse, es geht um mehr als um die Bedienung einer (scheinbar) religiösen Nachfrage.

c) Es gibt kein kausales Verhältnis zwischen pastoraler Qualität und Religiosität

Leider bergen die oft langfristigen Erosionsprozesse in den Kirchen großes Frustrationspotenzial. Pastorale Qualität und sich verändernde Religiosität der Menschen haben immer weniger kausale Zusammenhänge. Die Gesellschaft bewegt sich in eine andere, säkulare Richtung, auch wenn vor Ort in den Gemeinden gute und effektvolle Arbeit geleistet wird.

d) Kirchliches Handeln hat eine hohe soziale, aber eine geringe religiöse Reichweite

Es gibt nach wie vor hohe Erwartungen der Gesellschaft an die Kirchen, vor allem in den Bereichen des sozialen und solidarischen Handelns. Die religiöse Reichweite scheint aber zunehmend zu schwinden. Das bedeutet, dass der „religiöse Markenkern“ von Kirche in der Gesellschaft anders thematisiert werden muss. Welche Rolle spielt Gott für die Menschen, der dem Leben etwas hinzufügt, das es nicht aus sich selbst haben kann?

e) Welche Minderheit will die Kirche werden?

Das Christentum ist auf dem Weg in eine Minderheitenposition bzw. in manchen Regionen schon dort angekommen. Es gibt auch gesellschaftlich eine wachsende Ablehnung von Religion. Auch der Megatrend der zunehmenden Säkularisierung lässt sich nicht wesentlich beeinflussen.

Es stellt sich die Frage, welche Minderheit (Diaspora) die Kirche werden will. Eine

- Inklusiv verstandene kreative Minderheit, die mit der Gesellschaft verbunden ist und die das Ziel der Gemeinwohlorientierung und der Menschenwürde teilt oder eine

- Exklusiv verstandene, sich abschottende, kulturpessimistische Minderheit, die sich als Zwischenzustand für kirchlich bessere Zeiten versteht?

 

Eine Austauschrunde zu dem zweiten Vortragsblock des Referenten Dr. Tobias Kläden brachte folgende Impulse:

- Als Kirche können wir nicht die Kirche abschaffen, trotzdem können wir fragen: Gehört das, was wir machen, noch zu unserem Kern oder haben wir uns von diesem Kern entfernt? Braucht es ein Loslassen? „Exnovation“ - Innovation? Damit wieder etwas Neues passieren kann…

- Analogie zum Fussballverein: DFB und Kirche haben viel gemeinsam (patriarchale Strukturen, finanzielle Mittel) - es braucht wieder die „Freude am Fußball“, am christlichen Lebensstil

- Diakonischer Dienst könnte so verstanden werden: Wenn man in die Weltkirche schaut ist jeder Priester auch Sozialarbeiter - wir müssen neu lernen, dass die verschiedenen Dienste eng zusammengehören. Dabei wird das Dilemma der Soziologen erkennbar: Verbandliche Caritas wird sehr geschätzt insofern, dass Kirche „Kitt für die Gesellschaft“ ist. Auch wenn man die Motivation für dieses Handeln (Glaube) nicht teilt! Und die Frage ist: Kann dieses Handeln funktionieren ohne die Motivation? Ohne die Grundlage des Glaubens?

- Nach einem Zitat von Hape Kerkeling: „Der Film ist gut, aber das Kino ist schlecht!“ könnte man fragen: Ist nur das Kino schlecht? Der Film, die christliche Botschaft, ist für viele heute nicht anschlussfähig

- Zu den Begriffen „Markenkern“ und „das Heilige“- müssen wir letzten Begriff nicht weiten? Die Ehre Gottes ist der Mensch, der lebt! Was meinen wir heute mit heilig? Lässt sich da nicht mehr entdecken? Inklusiv und exklusiv: Kirche ist nicht als „Bubble“ im Gegenüber zur Welt zu sehen sondern angesiedelt in der Gesellschaft. Was ist der Kontrast: Wo wir einen Auftrag für die Kranken und Schwachen haben.

- Katholiken sind zunehmend Minderheit in der Gesellschaft, aber wir müssen nicht dazu werden, um wieder stark zu werden? Bleibt die Aufgabe nicht, trotzdem möglichst viele Menschen für das Evangelium zu begeistern? Gleichzeitig sind wir auch ein „Stachel“ im Fleisch der Gesellschaft, die diese zum Nachdenken bringen will oder wir folgen dem Bild des „Ecksteins“, der andere wieder „in die Spur“ bringt. Sind die Christen noch der Sauerteig in der Gesellschaft?

- Ist der Mensch von Natur aus religiös? Karl Rahner bejaht diese Frage, empirisch erleben wir das Gegenteil. Menschen kommen gar nicht mehr auf die Idee, diese Frage zu stellen. Trotzdem kann man jeden Menschen für die Frage interessieren. Es gibt in der Gesellschaft heute die Tendenz zur Selbsterlösung. Wir haben hier aber schon ein Angebot, das nicht neu erfunden werden muss.

- Könnte uns das Schriftwort nicht noch mehr anstacheln: „An den Früchten werdet ihr sie erkennen“/“Seht wie sie einander lieben“

- Wir kommen aus einer priesterzentrierten Geschichte, vielleicht muss die Kirche mehr sozial-kirchlich ausgelebt werden. Es braucht auch eine Balance zwischen diakonischem Handeln und Gebet. Und immer wieder die Beobachtung von Katechumenen: der soziale Einsatz der Kirche ist wichtig.

 

5. Trotz(t)dem – Handlungsperspektiven und diakonisches Selbstverständnis

In einer weiteren Gruppenarbeit, diesmal in den verschiedenen Funktionen von Sprechern,

Ausbildungsverantwortlichen, Personalreferent*innen und Bischöflich Beauftragten wurde der Frage nachgegangen, wie nun eine mögliche Handlungsperspektive aussieht und was diakonisch/diakonal für das eigene Selbstverständnis bedeutet.

Zusammengefasst wurden diese Gedanken aus den Verantwortlichengruppen in einer „fishbowl“:

Sprecher: Das Trotz(t)dem: Gott stellt mich dahin, wo ich gebraucht werde. Gemachte Erfahrungen müssen weitergesagt werden. Es ist wichtig, immer mal wieder im übertragenen Sinn auf den Berg zu gehen und zu beten, und sich trotzdem zu vergewissern, dass man nicht allein unterwegs ist. Es braucht eine Fundierung in der eigenen Spiritualität. Diakone sind immer wieder auch selber Bedürftige und dürfen/müssen zu der eigenen Bedürftigkeit stehen.

Ausbildung: Wir müssen Menschen so ausbilden, dass sie dem diakonalen Wesen der Kirche Gesicht geben können; dies gilt vor allem für die Diakone im/mit Zivilberuf. Der Diakonat besteht gelegentlich auch aus „schrägen Typen“, das kann auch ein Qualitätsmerkmal sein. Es sind (derzeit nur) Männer, die im Leben stehen.

Dr. Kläden: Weniger die religiöse Perspektive beim Kirchenbesuch ist wichtig, entscheidender ist die Frage der Gemeinschaftserfahrung. Wichtig ist nicht das “Entweder-oder“ sondern das „sowohl als auch“.

Moderator: Sollen dann kirchliche Strukturen aufrechterhalten werden oder liegt der alleinige Schwerpunkt in der „Verkündigung des Evangeliums“? Es geht auch um die schwierige Kategorie des “Abschiednehmens“, weg auch vom “Notnageldenken“.

Was braucht es an innerem Stachel für den pastoralen Dienst?

Irenäus von Lyon: Die Herrlichkeit Gottes ist der lebendige Mensch. Ich will kein verbitterter Diakon sein, ich möchte in meiner Lebensfreude auch andere anstecken. Ich möchte den Menschen Gelegenheit geben, Gutes zu tun, die je eigene Berufung Gottes entdecken helfen. In den Menschen gibt es viel Liebe, aber sie haben auch wenig Potenzial, das weiterzuentwickeln –damit könnte der Diakon Aufdecker und Förderer des Guten sein.

Dr. Kläden: Wir finden in allen Milieus etwas Liebenswertes. Professor Herbert Haslinger meint dazu: wer diakonisch tätig ist, macht sich die Hände schmutzig, weil er mit Menschen zu tun hat, die am Rand stehen.

Bischöflich Beauftragte: Vom Rand in die Mitte gehen. Es geht um eine Haltung, das zu entdecken und entwickeln, was in einem selbst lebendig ist. Es ist wichtig, dass in der Ausbildung auch geistlich begleitet wird.

Die Schlussfrage war: Was braucht es, damit Menschen in Zukunft diakonal handlungsfähig sind? Vor allem für das Profil der Diakone mit/im Zivilberif gilt: den Menschen ein Gesicht geben. Es braucht Keine Exoten, sondern Menschen, die mittendrin sind.

Und die Vertreterin des Netzwerks Diakonat der Frau Dr. Jutta Mader-Schömer meinte: Es braucht empathische Menschen, die tun, was not tut.

Studientag bei der Jahrestagung der AG Diakonat in Paderborn
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