Trotz(t)dem - diakonales Handeln zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Die KMU-Studie und diakonische Handlungsfelder im Blick
Mit dem Schriftwort aus dem 2.Korintherbrief, in dem der Apostel Paulus vom „Stachel im Fleisch“ spricht ergeben sich möglicherweise interessante Resonanzen und Konsequenzen für das pastorale Handeln von Diakonen. Wo spüren wir die Stacheln im Fleisch der Gesellschaft? Wo sind wir das im positiven Sinn vielleicht sogar selber, als Verkörperung des Vorrangs der Liebe zu den Verlierern (Woelki, 2015)? Wo können wir selbst sogar „anstacheln“ zu einer neuen Denk- weise, zu diakonischer Pastoral, zu diakonischer Liturgie, in lebendiger Nachfolge Jesu Christi, der gekommen ist, nicht sich bedienen zu lassen sondern zu dienen?
Am Studientag unserer diesjährigen Jahrestagung wollen wir uns mit diesen Fragen auf Basis der Ergebnisse dieser Studie auseinandersetzen und uns gleichzeitig gegenseitig in Gesprächen, im Austausch und im Plenum Mut machen, „trotz(t)dem“ Aufbrüche zu wagen, missionarische Hand- lungsperspektiven zu entwickeln und vielleicht wie der Apostel Paulus selbst zu einer neuen Hal- tung finden, wenn er in 2 Kor 12,9f. schreibt „Viel lieber will ich mich also meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt. […]; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“